Allgemeines

Auf dieser Seite finden Sie Hinweise zum besonderen Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln bzw. zur Einnahme selbiger. Sie sind in erster Linie für die Patienten der Praxis gedacht.

Umgang

Homöopathische Arzneimittel sind von ihrem Wirkungsmechanismus immaterieller Natur und relativ gut haltbar, wenn man einige Besonderheiten in der Lagerung beachtet. Im folgenden sind einige Einflüsse genannt, von denen sich in der Erfahrung gezeigt hat, daß sie die homöopathische Wirkung aufheben oder mindern können.

Temperatur: Homöopathische Arzneimittel sollten keinesfalls Temperaturen über 60 °C ausgesetzt werden.

Licht: Auch wenn homöopathische Arzneimittel in Braunglasflaschen oder kunststoffumhüllten Glasröhrchen abgepackt sind, sollten sie keinesfalls länger als nötig intensiver Lichteinstrahlung, insbesondere Sonnenlicht, ausgesetzt werden.

Elektrosmog: Ist ein neueres Thema im Zusammenhang mit homöopathischen Arzneimitteln daher liegen noch keine eindeutigen Aussagen vor. Vorsichtshalber sollten die Arzneimittel jedoch nicht in unmittelbarer Nähe größerer elektromagnetischer Strahlungsquellen gelagert werden, so z. B. Mikrowellen, Stereo-Anlagen und Lautsprecher, Mobilfunkanlagen (Handy oder schnurloses Haustelefon), Fernseher usw.

Einnahme

Abstand: Mindestens 15 Minuten vor und nach Einnahme der Arznei sollte nichts anderes mit der Mundschleimhaut in Kontakt kommen; also während dieser Zeit nicht essen, trinken, rauchen oder Zähne putzen! In hochakuten Fällen dürfen diese Zeiten unterschritten werden.

Q-Potenzen: werden meist in Tropffläschen geliefert. Für eine erfolgreiche Einnahme müssen diese vor der nächsten Einnahme 10 mal kräftig geschüttelt bzw. auf den Handballen geschlagen werden.

Wasserauflösungen von C-Potenzen: müssen ebenfalls vor der nächsten Einnahme kräftig durchgerührt bzw. verkleppert werden. Eine Anleitung zur Zubereitung einer Wasserauflösung können Sie herunterladen.

Frauen: In chronischen Fällen sollten diese nicht unmittelbar vor erwartetem Einsetzen der Menses (2-3 Tage) mit der Einnahme eines konstitutionellen Arzneimittels beginnen, sondern diese erst vorrübergehen lassen.

Erstreaktion: Zu Beginn der Arzneimittelwirkung kann es zu einer kurzzeitigen Verstärkung der vorhandenen Symptomatik kommen. Diese so genannte Erstverschlimmerung ist meist ein gutes Zeichen für die Wirkung des Arzneimittels. Sollten Sie jedoch unsicher sein oder sich davon stark beeinträchtigt fühlen, so nehmen sie mit ihrem Therapeuten Kontakt auf, damit dieser die Reaktion beurteilen und das weitere Vorgehen festlegen kann.

Reaktionen: Beobachten Sie die Erscheinungen und Veränderungen, die Sie während der Behandlung an sich bemerken. Hierzu zählen nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch Stimmungen, Gefühle und Eigenarten auf seelischer und körperlicher Ebene. Notieren Sie bitte Veränderungen, die Ihnen auffallen, um sie Ihrem Therapeuten beim nächsten Gespräch mitzuteilen.

Antidote: Verschiedene Stoffe können die homöopathische Arzneiwirkung vermindern oder gar verhindern. Sie sollten daher in Ihrem eigenen Interesse Substanzen, wie Kaffee, Tabak, Alkohol und Schwarzen Tee bei chronischen Behandlungen in den ersten Tagen möglichst meiden.
Die möglichen Reaktionen hängen jedoch vom Zusammenspiel dreier Faktoren ab: dem Patienten, dem homöopathischen Arzneimittel und dem zugeführten Stoff. Diese Reaktionen sind sehr individuell und vielfältig. Wichtig ist, daß sie sich selber beobachten und plötzliche Verschlechterungen ihres Zustandes - innerhalb weniger Minuten oder Stunden - unter der Einnahme eines Medikamentes im Zusammenhang mit Lebensmitteln oder ähnlichem Wahrnehmen und ihrem Behandler bei der nächsten Konsultation mitteilen.

Achtung!

Nehmen Sie homöopathische Arzneimittel unter keinen Umständen über einen längeren Zeitraum (Wochen oder Monate) ohne Rücksprache mit ihrem Therapeuten und erhöhen Sie auf keinen Fall auf eigene Faust die Dosierung des Medikamentes.

 
zuletzt geändert: 1. November 2018